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Infos zur Critical Mass Berlin

Zu Kaisers Zeiten galt der Sonntagsspaziergang unter den Linden als eine typische Berliner Tradition. Heute ziehen eher die Massengrillflächen im Tiergarten oder der Flanierweg im Mauerpark. Die Freunde des zünftigen Auto-Staus treffen sich auf der Avus. „Jeder nach seiner Façon.“

Radfahren kräftigt die Herzmuskulatur und wir genießen es. Deshalb treffen wir uns auf öffentlichen Plätzen um gemeinsam zu radeln. Traditionell am letzten Freitag eines Monats am Heinrichplatz in Kreuzberg und jeden ersten Sonntag am Brandenburger Tor.

Dazu benötigen wir weder einen Veranstalter noch einen Verein.

Wir nennen das Critical Mass.

Was ist Critical Mass?

Critical Mass, eine Idee von bestechender Einfachheit: Fahrradfahrer fahren unter Einhaltung aller Verkehrsregeln gemeinsam durch die Stadt, zeigen Präsenz und erinnern daran, dass die StVO viel muskelkraftfreundlicher ist, als die meisten motorisierten Verkehrsteilnehmer glauben.

Den Verkehr blockieren? Ich doch nicht!

Es ist nicht das Ziel von Critical Mass, den Verkehr zu blockieren. Der motorisierte Verkehr verstopft die Straßen tagtäglich in unserer Stadt, ohne dass jeder einzelne Autofahrer das plant oder sich dafür verantwortlich fühlt. Critical Mass ist nichts anderes als eine Handvoll Leute, die sich unmotorisiert für eine Weile ebenfalls in den Verkehr mischen. Mehr geschieht gar nicht!

Wer ist Critical Mass?

Alle, die mitmachen, sind die Masse. Je mehr mitmachen, desto früher ist die kritische Masse erreicht, um die Städte von der erdrückenden Last der Blechlawinen zu befreien.

Wer organisiert Critical Mass?

Niemand organisiert Critical Mass. Critical Mass organisiert sich von selbst; das heißt, je mehr Leute Du informierst, desto größer ist die Chance, das immer mehr mitmachen werden.

Weil es keine Veranstalter oder Leiter gibt, können auch keine Vereinbarungen mit der Polizei getroffen werden. Die Teilnehmer an einem Critical Mass Ride brauchen keine Genehmigung, ganz legal am Verkehr teilzunehmen. Noch nie wurde ein Autofahrer aufgefordert, er und seine „Kumpanen“ sollten nur eine Spur benutzen und ihre Route vorher der Polizei mitteilen und bei Zuwiderhandlung würde dann der gesamte Feierabendverkehr verhaftet.

Wo geht’s lang?

Wer weiß schon, wo zufällig alle langfahren wollen? Wichtig ist nur, dass alle beisammen bleiben. Tritt für Tritt ins Paradies! … Biergarten?

Selbstverständnisse einer Critical Mass und Verhaltensweisen

Nicht den anderen Verkehr blockieren!
Critical-Mass-Fahrten sind in erster Linie eine Feier und eine Einforderung auf das Recht sich sicher im Verkehr zu bewegen. Es geht nicht darum, anderen Verkehrsteilnehmern das Recht auf die Teilnahme am Straßenverkehr zu verweigern.
Es gibt keine Organisatoren oder Verantwortliche.
Daher sind letztlich alle für sich selbst verantwortlich (was natürlich Solidarität und Verantwortung gegenüber Anderen nicht ausschließt).
Es gilt die Straßenverkehrs-Ordnung.
Die Geschwindigkeit ist im allgemeinen recht moderat,
so dass alle zusammen bleiben können.
Die Masse bleibt zusammen,
so dass sie nicht auseinandergerissen wird. Insbesondere beim Stehen an roten Ampeln oder beim Überqueren einer Kreuzung (natürlich soweit die Masse nicht gefährdet wird, siehe auch Korken)
Friedlich bleiben und sich nicht provozieren lassen.
Speziell für das deutsche Verkehrsrecht:
Ab 16 Radfahrern dürfen diese als geschlossener Verband in einer Zweierreihe nebeneinander fahren und somit einen Fahrstreifen belegen (§ 27 Abs. 1).

Gesammelt und sinngemäß zusammengestellt aus verschiedenen Quellen, unvollständig und alles natürlich ohne Gewähr.

Siehe auch http://criticalmass.wikia.com/wiki/De:Selbstverständnis